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DEUTSCHE WELLE:

Als die Mauer fiel – Von der Teilung bis zur Einheit

Es ist eines der bedeutendsten Ereignisse des letzten Jahrhunderts: durch den friedlichen und mutigen Druck der Menschen fällt in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 überraschend die Berliner Mauer. Überschäumende Freude vereint Tausende an den Grenzübergängen und am Brandenburger Tor. Mehr als 28 Jahre lang hatte das berüchtigte Bauwerk Familien, Freunde und Liebende getrennt. Begonnen hatte die deutsch-deutsche Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg 1945. Die alliierten Staaten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich teilen das besiegte Deutschland in vier Sektoren auf. Doch die Siegermächte können sich nicht auf eine gemeinsame Zukunft für Deutschland einigen. Es kommt zu einem Zerwürfnis zwischen Ost und West. In den drei Westzonen wird die Bundesrepublik Deutschland gegründet, in der sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik. Berlin wird zum Brennpunkt im Kalten Krieg.Als die Menschen nach der Gründung der DDR zu Hunderttausenden in die Bundesrepublik Deutschland fliehen, wird die innerdeutsche Grenze ab 1952 durch Zäune, Wachmannschaften und Alarmvorrichtungen gesichert. Als Schlupfloch bleibt zunächst Berlin. Doch die DDR droht weiter „auszubluten“ und die Staatsführung gibt schließlich den Befehl zum Bau der Mauer. Am 13. August 1961 wird Berlin innerhalb weniger Stunden geteilt.Die DDR-Propaganda bezeichnet die Grenzanlagen als „antifaschistischen Schutzwall“, der die Deutsche Demokratische Republik unter anderem vor „Abwanderung, Spionage, Sabotage, und Aggression aus dem Westen“ schützen soll. Zehntausende versuchen in mehr als 28 Jahren der Teilung, aus der sozialistischen DDR zu fliehen. Hunderte bezahlen ihren Mut mit dem Leben.Tiefgreifende Veränderungen für die DDR ergeben sich Mitte der achtziger Jahre aus dem Umbruch der politischen Verhältnisse in der Sowjetunion. Mit „Glasnost“ und „Perestroika“ kündigen sich demokratische Reformen an. Ungarn und die damalige Tschechoslowakei lockern die Grenzen, der „Eiserne Vorhang“ hat plötzlich ein Loch. Die DDR kann ohne ihre hermetisch geschlossene Westgrenze nicht existieren. Wieder flüchten Tausende in den Westen.Im Herbst 1989, zum 40. Jahrestag der DDR, wachsen Unruhe und Empörung in der Bevölkerung. Das Volk wagt nach Jahrzehnten der Regungslosigkeit den offenen Protest. Als die DDR-Führung auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989 schließlich eine neue Reiseverordnung verkündet, gibt es an den Grenzübergängen kein Halten mehr. Um 22:30 Uhr wird am Grenzübergang Bornholmer Straße der Schlagbaum geöffnet. Es ist einer der spannendsten Momente in der deutschen Geschichte, der auch ganz anders hätte ausgehen können.Mit der Mauer fiel das Symbol der Teilung der Welt. Denn die Ereignisse vom 9. November führten nicht nur zur Auflösung der DDR. Ein Jahr später wurde Deutschland wiedervereinigt. Der Kalte Krieg war zu Ende. In der Dokumentation „Wie die Mauer fiel – Von der Teilung bis zur Einheit“ erzählt der Autor Jens Nicolai die bewegende Geschichte der deutschen Teilung und wie sie überwunden wurde.
Quelle: https://www.dw.com/de/wie-die-mauer-fiel-von-der-teilung-bis-zur-einheit/a-444675202.12.2018

Archiv „Was ist was?“

Der Alliierte Kontrollrat
Als höchste Regierungsgewalt in Deutschland setzten die Besatzungsmächte den Alliierte Kontrollrat ein. Dieser bestand aus den vier Oberbefehlshabern der Besatzungsarmeen und sollte alle Angelegenheiten, die Deutschland als Ganzes betrafen, gemeinsam und einstimmig entscheiden. Die im Potsdamer Abkommen festgelegten Ziele wurden in Proklamationen, Gesetze und Befehle umgesetzt, die dann in den jeweiligen Besatzungszonen durchgeführt werden sollten. Außerdem musste der Kontrollrat die nationalsozialistischen Gesetze und Verordnungen ausser Kraft setzen. Allerdings lähmte das zunehmende Misstrauen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion die Arbeit des Kontrollrates. Aus Protest gegen die Empfehlungen der Londoner Sechsmächtekonferenz und die Gründung der „West-Union“ verließ der sowjetische Militärgouverneur Sokolowski am 20. März 1948 die Sitzung des Alliierten Kontrollrates, der daraufhin nicht mehr zusammentrat. Damit endete die gemeinsame Verwaltung durch die vier Siegermächte. Die Teilung Deutschlands zeichnete sich ab. Der Kalte Krieg Die fortschreitende Konfrontation zwischen Ost und West nahm bald paraniode Züge an: Der Westen befürchtete, die Sowjetunion werde sich eines vereinigten Deutschlands bemächtigen, die Sowjetunion hatte Angst davor, wieder bis zur Oder zurückgedrängt zu werden. Auf diese Befürchtungen hin wurde Deutschland geteilt. Der beginnende Kalte Krieg und die schlechte wirtschaftliche Lage zwangen die Westalliierten jedoch bald zur Zusammenarbeit: Briten und Amerikaner vereinigen ihre Besatzungszonen am 1. Januar 1947 zur Bizone. Durch den Beitritt Frankreichs entstand dann im April 1949 die Trizone. Mit der Währungsreform in den drei Westzonen in der Nacht vom 20. zum 21. Juni 1948 und der darauf folgenden Währungsreform in der Ostzone wurde die Spaltung Deutschlands zunächst finanziell vollzogen.Wichtige Schritte zur endgültigen Teilung waren die Berlin-Blockade 1949 und im gleichen Jahr die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Quelle: https://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/die-teilung-deutschlands.html 02.12.2018

berlin-wall

ARTS & CULTURE

Der Mauerfall 1989 und die Entstehung der East Side Gallery
Nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 wurde der monströse Sperrwall abgerissen und sollte so schnell wie möglich aus dem Stadtbild entfernt werden. Daran wirkten auch die „Mauerspechte“ mit, sie bearbeiteten mit Hammer und Meißel die Betonwand und nahmen die herausgebrochenen Stücke als Triumph über die Überwindung der Teilung mit. Dennoch blieb an der Mühlenstraße ein Teilstück der Berliner Mauer in einer Länge von mehr als 1,3 Kilometer erhalten. Damals sorgten mehr als hundert Künstler aus der ganzen Welt dafür, dass die Mauer bis heute im Berliner Stadtbild erhalten geblieben ist. Im Dezember 1989 präsentierten KünstlerInnen aus West-Berlin und aus der DDR ihre Idee, die „Mauer zur größten Galerie der Welt“ zu machen. Mit offiziellem Auftrag des Ministerrates der DDR wurde das Projekt „East Side Gallery“ gegründet und am 28. September 1990 eröffnet. Die KünstlerInnen schufen mit ihren individuellen Botschaften und Kommentaren ein Dokument dafür, dass Freiheit und Kreativität letztlich stärker sind als Zwangsmaßnahmen und Gewalt. Mit mehr als hundert Gemälden drückten sie ihre Freude über den Mauerfall und die Überwindung der Teilung aus. Die KünstlerInnen der East Side Gallery bewahrten mit ihren Werken die Mauer vor ihrem Abriss, vor weiterem Zerfall und vor Zerstörung. Im November 1991 wurde die East Side Gallery in die Denkmalliste des Landes Berlin eingetragen. Die East Side Gallery ist nicht nur das sichtbarste Resultat der Maueröffnung, infolge des inzwischen nahezu vollständigen Abrisses der Berliner Mauer zählt sie auch zu den wenigen Relikten der Grenzanlagen, die die 28-jährige Teilung der Stadt an ihrem ursprünglichen Standort wahrnehmbar macht. Bereits seit 1996 engagieren sich viele der KünstlerInnen in der von Kani Alavi initiierten Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. für den Erhalt und die Pflege der Gemälde. Quelle:https://www.eastsidegalleryberlin.de/ Die East Side Gallery ist die größte Open Air Gallery der Welt. In der Zeit von Februar bis September 1990 wurden auf 1316 Metern der Berliner Mauer in der Ostberliner Mühlenstraße Bilder gemalt. Mehr als 118 Künstler aus 21 Ländern schufen 106 einzigartige Motive, die von der Freude über den Fall der Mauer am 09.November 1989 und der Beendigung des Kalten Krieges in Europa kündeten. Im November 1991 wurden diese Bilder und die Mauerreste unter Denkmalschutz gestellt und waren seither der Witterung und der Willkür der Besucher ausgesetzt. Graffitis, Übermalungen, Mauerausbrüche, Durchbrüche für Bauvorhaben usw. Seit 1996 kümmerten sich die Mehrheit der Künstler in der Künstlerinitiative East Side Gallery um deren Erhalt. Nach einigen lokalen Sanierungen 1996 (zwei Bilder) und 2000 (40 Bilder) wurden 2009 die gesamte Mauer und die Bildmotive saniert. Dazu wurden alle verbliebenen Künstler erneut nach Berlin eingeladen, um ihre ursprünglichen Motive von 1990 auf die zuvor sanierte Mauer nachzukopieren. So entstand die East Side Gallery erneut. Nach wie vor kämpfen die Künstler um deren langfristige Erhaltung, wobei der Kampf gegen ständige Graffitis und drohende neuerliche Lücken durch neue Bauvorhaben im Mittelpunkt steht. Quellehttps://artsandculture.google.com/exhibit/east-side-gallery/gQAJocMp?hl=de

BERLINER MAUERGEDENKSTAETTE

Entscheidungen zum Mauerbau und Vorbereitung der Grenzschließung
Der Vorschlag, durch Berlin eine Stacheldrahtbarriere zu ziehen, wurde von Ulbricht nach Aussagen des tschechoslowakischen Verteidigungsministers, der 1968 in den Westen überlief, bereits auf der Warschauer-Pakt-Tagung im März 1961 vorgetragen.11 Vor diesem Hintergrund ist Ulbrichts Ausspruch auf der Pressekonferenz am 15. Juni 1961 zu verstehen, niemand habe die Absicht eine Mauer zu bauen. Auch die Tatsache, dass schon große Mengen an Baumaterialien wie Zaunpfähle und Stacheldraht in Berlin lagerten, um solche Absperrmaßnahmen zu realisieren, deutet auf längerfristige Planungen hin. Dennoch fiel die Entscheidung zur Grenzschließung erst unmittelbar vor dem entscheidenden Tag. Vom 3. bis 5. August 1961 fand in Moskau eine Konferenz der Parteiführer der Warschauer Pakt-Staaten statt, auf der auch die Probleme des Friedensvertrages und West-Berlins diskutiert wurden. Walter Ulbricht wurde von den Genossen wegen des langsamen Wirtschaftswachstums und der hohen Konsumausgaben in der DDR heftig kritisiert. Ulbricht bekräftigte seine Position, die offene Grenze zu West-Berlin sei als Ursache zu sehen und verlangte eine umgehende Abriegelung. Chrustschow favorisierte bis zuletzt die Friedensvertragslösung, die aus seiner Sicht zum Jahresende 1961 realisiert werden sollte. Die Warschauer-Pakt-Staaten befürchteten jedoch unkalkulierbare Wirtschaftssanktionen bei einer Grenzschließung, die sich nicht nur auf die DDR auswirken würde. Es gab für die Lösung des Problems nur zwei Möglichkeiten: Die vollständige Kontrolle aller Zugangswege nach West-Berlin, auch der Luftkorridore – oder der Mauerbau. Da die komplette Kontrolle der Luftwege nicht realisierbar war, wurde auf Drängen von Ulbricht die sofortige Grenzschließung beschlossen. Das zentrale Argument für die Entscheidung war die brisante wirtschaftliche Lage der DDR und der täglich anwachsende Flüchtlingsstrom. Nach der Rückkehr Walter Ulbrichts von der Moskauer Konferenz begann das Politbüro der SED sofort mit der Umsetzung des in Moskau gefaßten Beschlusses. Volkskammer, Ministerrat und Ost-Berliner Magistrat verabschiedeten am 10. und 11. August Beschlüsse zur Vorbereitung der Grenzschließung, die im Wortlaut von der SED vorgegeben wurden. Nur die wichtigsten Genossen an den Schaltstellen der Macht wurden eingeweiht, um die geplanten Maßnahmen so lange wie möglich geheim zu halten. Parallel zu den logistischen Vorbereitungen lief die Propaganda auf Hochtouren, um die Bürger auf die einschneidenden Maßnahmen vorzubereiten. So beschwor Ulbricht auf einer Großveranstaltung Gefährdungen durch einen Angriff aus dem Westen, gegen den sich die DDR zu schützen habe. Dabei ging es der SED-Führung mit der geplanten Grenzschließung nicht um den Schutz der DDR-Bürger vor dem Westen, sondern um die Unterbindung des freien Zugangs nach West-Berlin. Das Ziel war die Stabilisierung der DDR.Der Haupteinsatzstab stand unter Leitung des ZK-Sekretärs Erich Honecker. Er koordinierte das komplexe Vorgehen zur Grenzschließung. Beim Ministerium für Nationale Verteidigung wurde eine Operative Gruppe gebildet, in deren Händen die Durchführung der Aktion lag. In der Nacht zum 12. August legte die SED-Führung die Einsatzpläne den sowjetischen Diplomaten und Militärs vor. Für die Abriegelung der Grenze war der Einsatz von Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei und Betriebskampfgruppen vorgesehen. Einheiten der NVA hatten in der zweiten Linie in Bereitschaft zu stehen, um im Ernstfall einen Angriff aus West-Berlin aufzuhalten. Eine dritte Sicherungsstaffel bildeten sowjetische Truppen am Ring von Berlin. Mit der innenpolitischen Absicherung des Mauerbaus war das Ministerium für Staatssicherheit beauftragt. Die Aktion firmierte unter den Namen „Aktion Rose“ und „Aktion Ring“ und galt flächendeckend für das gesamte Gebiet der DDR. Die Ergebnisse der intensiven Beobachtung der Bevölkerung waren in den ersten beiden Tagen in stündlichen Berichten an das Ministerium weiterzugeben. Sämtliche Post im grenzüberschreitenden Verkehr wurde einer Kontrolle unterworfen, der Telefonverkehr nach Westdeutschland war komplett zu unterbrechen. Es galt, eine totale Überwachungssituation herzustellen.

Die Abriegelung der Grenze und Folgen des Mauerbaus und Folgen des Mauerbaus und Folgen des Mauerbaus und Folgen des Mauerbaus 12 11 22 12 Am Sonntag, dem 13. August um 1.00 Uhr nachts begann die systematische Abriegelung der 160 km langen Grenze um West-Berlin. Mitglieder der Volks- und Grenzpolizei sowie Angehörige von Betriebskampfgruppen der DDR postierten sich entlang der innerstädtischen Demarkationslinie. Die Einsatzkräfte hatten 30 Minuten Zeit, um die 81 Straßenübergänge zu blockieren. Um 1.30 Uhr wurden die Bahnhöfe besetzt und der Nahverkehr zwischen den beiden Stadthälften dauerhaft unterbrochen. Lediglich der Bahnhof Friedrichstraße blieb als Umsteigebahnhof für den Intersektorenverkehr nutzbar. Auch die Reisezüge aus dem Westen endeten ab sofort an dieser Station. Die pioniertechnische Absperrung der Straßen hatte in drei Stunden zu erfolgen. Das Straßenpflaster wurde aufgerissen, Gleisverbindungen getrennt, Spanische Reiter errichtet, Stacheldraht gezogen. Um 6.00 Uhr morgens, als die Stadt zu erwachen begann, war alles abgeriegelt. Nur zwölf Straßenverbindungen blieben vorerst offen, an denen ein kontrollierter Wechsel zwischen den Stadteilen noch möglich war. In den Tagen danach reduzierten sie sich auf acht Übergänge, an denen strenge Kontrollen eingeführt wurden. Am 15. August, zwei Tage nach der Abriegelung der Sektorengrenzen, beschloss der Nationaler Verteidigungsrat der DDR den pioniermäßigen Ausbau der Grenzanlagen. In der Nacht vom 17. auf den 18. August begannen Bautrupps, die Stacheldrahtsperren durch eine Mauer aus Hohlblocksteinen und Betonplatten zu ersetzen. Die Bauarbeiter von Berlin standen nun doch – entgegen der Behauptungen Ulbrichts zwei Monate zuvor – an der Grenze und wurden zur endgültigen Abriegelung der Stadt eingesetzt. Die Mauer wurde von Tag zu Tag unüberwindlicher. Die Bewohner in Ost und West nahmen die Situation fassungslos zur Kenntnis. Wütend und ohnmächtig standen sie sich an den Stacheldrahtsperren und der wachsenden Mauer gegenüber. Angehörige der Kampfgruppen und Volkspolizisten hielten die Menschen auf der Ostseite mit Maschinengewehren in Schach. Wer protestierte, wurde verhaftet. Auf der Westseite sammelte sich eine erregte Menge. Um eine Eskalation der Situation und unkalkulierbare Entwicklungen zu verhindern, war die West-Berliner Polizei angehalten, die Menschen von der Grenze fern zu halten. Von einem Tag auf den anderen änderte sich das Alltagsleben der Stadt und ihrer Bewohner. Zehntausende Berliner Familien wurden durch den Mauerbau auseinandergerissen Liebespaare getrennt, Freundschaften zerstört und Nachbarschaften beendet. Zahllose Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, ihre Lebensgrundlage, ihre Perspektive. Unbeschreibliche menschliche Tragödien spielten sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit ab. Wo es noch möglich war, überwanden die Menschen die Stacheldrahtsperren, durchbrachen mit Fahrzeugen die Sperranlagen oder sprangen aus den Grenzhäusern in die Sprungtücher der West-Berliner Feuerwehr. Im September und Oktober wurden unmittelbar an der Grenze gelegene Häuser zwangsgeräumt und mehr als 2.000 Bewohner aus ihren Wohnungen vertrieben. Auch an der innerdeutschen Grenze gab es im Rahmen der „Aktion Festigung“ wiederum Zwangsaussiedlungen. Quelle: https://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/uploads/berliner_mauer_dokumente/kurze_geschichte_der_teilung.pdf

berliner_mauer_gedenkstätte

FOCUS.DE

Die Berliner Mauer – Symbol der Teilung
Die Berliner Mauer war mehr als 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung. Mit ihrem Bau wurde am 13. August 1961 begonnen – nur zwei Monate nach der Versicherung von DDR-Staatschef Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Erst am 9. November 1989 fiel sie unter dem Druck der DDR-Bevölkerung. Heute sind nur noch kleine Abschnitte erhalten. Der Mauerbau sollte das wirtschaftliche Ausbluten der DDR verhindern. Durch das Nadelöhr Berlin waren von 1949 bis 1961 rund 1,6 Millionen Menschen in den Westen geflüchtet. Die DDR nannte die Grenzbefestigungen propagandistisch den „antifaschistischen Schutzwall“. So sollte eine Bedrohung aus dem Westen suggeriert werden, gegen die sich die DDR mit der Mauer schützen müsse.Die innerdeutsche Grenze von der Lübecker Bucht bis zur damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenze bei Hof hatte eine Länge von knapp 1400 Kilometern. Die DDR hatte hier schon 1952 begonnen, umfangreiche Sperranlagen zu errichten. Die Mauer um den Westteil Berlins war 155 Kilometer lang und knapp vier Meter hoch. Hier befand sich auch der „Todesstreifen“ – ein 100 Meter breiter und schwer bewachter Korridor. Rund 11 500 Soldaten kontrollierten die Grenze rund um die geteilte Stadt. Hunderte Wachhunde und Beobachtungstürme sollten die „Republikflucht“ verhindern. Dazu kamen Fahrzeug-Sperrgräben, Tretminen und Selbstschussanlagen. Trotz der massiven Gefahren versuchten DDR-Bürger immer wieder, über die Mauer nach West-Berlin zu fliehen. Mehr als 5000 Menschen soll die Flucht gelungen sein. Dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam zufolge starben zwischen 1961 und 1989 mindestens 136 Menschen an der Mauer. Die Arbeitsgemeinschaft 13. August geht von 245 Toten an der Berliner Grenze nach 1961 aus. Wie viele Menschen tatsächlich an der innerdeutschen Grenze starben, ist weiter unklar. Nach Angaben von Kulturstaatsminister Bernd Neumann wurden 2006 in einer „Vorstudie“ 1095 Verdachtsfälle ermittelt.
Quelle:https://www.focus.de/politik/deutschland/geschichte-die-berliner-mauer-symbol-der-teilung_aid_452276.html

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