DDR-Grenzposten erschießen Mann bei Bootsausflug im Teltowkanal

Am 15.06.1965 werden Hermann Döbler (42) und seine Begleitung Elke Märtens (21) bei einem Bootsausflug auf dem Teltowkanal, der zu Teilen zur DDR gehört, von zwei Grenzsoldaten entdeckt. Döbler hat die Absicht an einer Wassersperre umzudrehen und zum Wannsee, dem Ausgangspunkt des Ausflugs, zurückzukehren. Was er allerdings nicht weiß ist, dass die offizielle Grenze bereits einige Hundert Meter vor besagter Sperre verläuft. Nach einigen Warnschüssen der Grenztruppen beginnen Döbler und Märtens zu verzweifelt winken um schlimmeres zu verhindern, was jedoch von den Soldaten als Provokation gedeutet wird und dazu führt, dass diese die beiden Bootsinsassen niederschiessen. Hermann Döbler erliegt seinen Wunden noch im Boot, während Elke Märtens schwer verletzt durch einen Streifschuss am Kopf überlebt. Während Willy Brandt die Tat als kaltblütigen Mord bezeichnet, brüsten sich offizielle Stellen der DDR mit Vorwürfen gegen Döbler, der angeblich Anschläge auf die Berliner Mauer geplant habe und als Westberliner Flüchtlingshelfer bekannt ist. Nach der deutschen Wiedervereinigung erhebt die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen die Grenzposten, was in einer 6 jährigen Haft für den Todesschützen endet.

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